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Blumberg: Ein historischer Ort am Rande von Berlin

Verantwortlicher Autor: Michael Fuchs Berlin, 23.02.2024, 22:25 Uhr
Presse-Ressort von: Michael Fuchs Berlin Bericht 4939x gelesen
Blumberg bei Ahrensfelde
Blumberg bei Ahrensfelde  Bild: Michael Fuchs

Berlin [ENA] Das charmante Dorf Blumberg liegt nordöstlich von Berlin, bei Ahrensfelde, und hat eine lange Geschichte und beeindruckende Kulturlandschaft. Es bietet faszinierenden Geschichten hinter seinen historischen Sehenswürdigkeiten und den malerischen Lenné-Park. Eine Region mit Vielfalt und Schönheit.

Blumberg vereint Geschichte, Kultur und Natur und liegt in der Barnimer Feldmark bei Ahrensfelde nahe Berlin. Die gotische Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert und der Lenné-Park mit seiner prächtigen Anlage sind historische Highlights. Die Umgebung bietet ideale Bedingungen für Spaziergänge und Naturerkundungen. Der einstige Schlosspark begeistert mit restaurierten Wegen und Brücken. Blumberg ist ein Erlebnis: Hier verschmelzen Kultur, Geschichte und Natur zu einer einzigartigen Vielfalt auf kleinem Raum. Ein Besuch verspricht nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch Erholung und die Schönheit der Natur in all ihren Facetten zu genießen. Ob Geschichtsinteressierte, Naturliebhaber oder Entdecker - Blumberg begeistert!

Blumberg, ca. 2.300 Einwohnern, hat eine reiche Geschichte und viele Sehenswürdigkeiten. Der Name stammt von den vier goldenen Blumen im Wappen, die die Ortsteile symbolisieren. Die Schlüssel im Wappen weisen auf die Vergangenheit als Besitztum des Bistums Brandenburg hin. Blumberg wechselte mehrfach den Besitzer, darunter Familien wie von Burgsdorff und von Arnim. Das zerstörte Schloss und die im 13. Jahrhundert erbaute Dorfkirche sind bedeutende Sehenswürdigkeiten. Der Lenné-Park, gestaltet von Peter Joseph Lenné, ist ebenfalls einen Besuch wert. Theodor Fontane widmete Blumberg ein Kapitel in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Persönlichkeiten wie Adolf Boetticher und Roland Nicolaus sind mit Blumberg verbunden.

Die Dorfkirche in Blumberg

Die Dorfkirche Blumberg ist eine beeindruckende Feldsteinkirche, die dem frühgotischen Baustil angehört. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde im 16. Jahrhundert zu einer Halle mit zwei Schiffen umgestaltet. Der Turm der Kirche datiert wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert und hat ein Satteldach, das zwischen Backsteingiebeln von 1937 liegt. In der Kirche hängen Porträtmalereien von Angehörigen der regionalen Adelsgeschlechter von Winterfeldt, von Löben und von Canitz. Ein spätromanischer Grabstein mit Inschrift von 1296, der für Katarina von Krummensee, eine geborene Mörner, genutzt wurde, ist eine Besonderheit der Kirche. Außerdem verfügt die Kirche über eine Orgel von Schuke Orgelbau aus dem Jahr 1963.

Der Lenné-Park in Blumberg ist ein historisches Anwesen, das Graf Friedrich Ludwig von Arnim-Boitzenburg erwarb. Er ließ ein Herrenhaus bauen und den Park vergrößern. Das Schloss brannte 1945 nieder und der Park verfiel im Laufe der Jahre. Aber in jüngster Zeit wurde er durch kommunale Bemühungen und Investitionen sowie die Unterstützung des Regionalparkvereins Barnimer Feldmark e.V. saniert. Der Park ist jetzt von alten Bausünden befreit, viele Wege sind erneuert und neue Holzbrücken wurden nach historischen Mustern gebaut. Der Lenné-Park ist ein schöner Ort zum Spazieren, Picknicken oder Joggen.

Im Schlosspark Blumberg dominieren Laub- und Nadelgehölze wie Stieleiche, Rosskastanie und Nadelbäume, die einen Kontrast zu den Gebäuden bilden. Naturdenkmäler wie die Malereiche und die Rosskastanie prägen den Park. Kleingewässer und Feuchtgebiete sind geschützte Biotope. In der Barnimer Feldmark bieten Ackerkleingewässer und Hecken Lebensraum für verschiedene Arten. Die Landschaft ist geprägt von 350 km Hecken, Gehölzstreifen und Baumreihen, die Lebensraum für Tiere wie Rotbauchunke, Weißstorch und Kammmolch bieten

Das Denkmal für Otto von Arnim

Ein Reiterstandbild, möglicherweise des Heiligen Georg, kämpft gegen einen Drachen auf einem Sockel im Blumberger Landschaftspark. Das Denkmal ehrt Otto von Arnim, der 1813 in Blumberg gegen Napoleon kämpfte und in Werneuchen bestattet wurde. Otto von Arnim, ein Adliger und Offizier in russischen Diensten, fiel in der Nähe von Blumberg. Nach seinem Tod ließen die Arnims 100 Jahre später ein Reiterstandbild zu seinen Ehren errichten. Das Denkmal wurde restauriert und ist nun vollständig. Es gibt unterschiedliche Theorien über den Kopfverlust des Denkmals: Einige sagen, sowjetische Soldaten hätten es für Schießübungen genutzt, andere beschuldigen deutsche Kulturbanausen.

Blumberg in der DDR

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss und seine Umgebung in Blumberg militärisch genutzt, was letztlich 1945 zu seiner Zerstörung führte. Im Jahr 1949 wurde auf dem ehemaligen Blumberger Gut die erste landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt der Humboldt-Universität gegründet, die 2007 nach Berlin-Dahlem verlegt wurde. Am 24. Januar 1953 wurde die erste LPG Typ 111 im Kreis Bernau gegründet ("Florian Schenk", 170 ha, 17 Mitglieder), die bis 1990 über 350 Beschäftigte hatte. Weitere LPGs, wie die der Obstbauern von Elisenau ("Pomona"), entstanden 1960. Im Jahr 1966 wurde ein Pionierblasorchester gegründet, das auch im Fernsehen auftrat.

1970 wurde das erste komplexe Kartoffellagerhaus der DDR mit einem Fassungsvermögen von 10.000 t errichtet, ein Logistikzentrum des landesweiten "ALVA"-Systems mit 120 Beschäftigten. Nach dem Anschluss an die BRD wurden über 200 t Äpfel des Gartenbaubetriebs Elisenau an Wildschweine verfüttert, da sie nicht der EG-Norm entsprachen - Rodungsprämien führten zur Vernichtung ganzer Apfelsorten. Im neu entstandenen Gewerbegebiet wurde 1995 der erste "McDonald's"-Straßenname in der BRD vergeben. Im Jahr 2003 wurde Blumberg per Gesetz mit anderen Gemeinden zur amtsfreien "Gemeinde Ahrensfelde" zusammengelegt und als Grundschulstandort der Gemeinde gesichert und ausgebaut. Auf dem Gelände des ehem. Schlosses befindet sich heute eine Privatschule.

Das sowjetische Ehrenmal

Das sowjetische Ehrenmal befindet sich auf einer Waldlichtung mit einer Säule und einem Soldaten in der Mitte. Nach der Verlegung der Autobahnabfahrt ist das Denkmal von der Straße aus nicht mehr sichtbar, und man findet nur über holprige Nebenstraßen hin. Das Denkmal und der Soldatenfriedhof wurden lange Zeit vernachlässigt und Vandalismus ausgesetzt. Um 2005 herum wurde das Denkmal schließlich renoviert, das Grabfeld aufgeräumt und durch einen neuen Zaun geschützt. Zu beiden Seiten des Denkmals mit dem fahnentragenden Soldaten gibt es Grabfelder für 167 sowjetische Befreier, die 1945 bei der Schlacht um Berlin ihr Leben gaben. In der hintersten Reihe befinden sich größere Platten mit mehreren Namen, davor mehrere Reihen mit je 16 Gräbern.

Blumberg ist ein Ort voller Geschichte, Kultur und Natur. Ein Besuch hier bietet ein schönes Erlebnis, das die Vergangenheit zum Leben erweckt und gleichzeitig Ruhe und Erholung in wunderschönen Landschaften ermöglicht. Ob Sie sich für Geschichte, Architektur, Natur interessieren oder einfach neue Orte erkunden möchten, Blumberg hat für jeden etwas zu bieten.

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